Ladina Heimgartner will mehr als eine Quotenfrau sein

Der SRG-Verwaltungsrat hat Ladina Heimgartner zur neuen Direktorin von RTR gewählt. Die erst 33jährige Engadinerin muss sich nicht nur wegen ihrem jungen Alter sondern auch wegen dem Vorwurf der Quotenfrau erklären.

Die neue Direktorin von Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) heisst Ladina Heimgartner. Die 33-Jährige verantwortet heute als Bereichsleiterin Märkte und Qualität in der SRG-Generaldirektion das Qualitätsmanagement der publizistischen Angebote, die Filmförderung, die interregionale Zusammenarbeit der SRG-Unternehmenseinheiten und die Medienforschung.

Bisheriger Direktor geht nach Bern

Seit 2007 arbeitet sie für die SRG: Zuerst als Redaktorin von Radio Rumantsch, danach als Leiterin des Hintergrund-Ressorts und als stellvertretende RTR-Chefredaktorin. 2011 hat Roger de Weck die Engadinerin in die Generaldirektion der SRG geholt. Hier war sie für den neu geschaffenen Bereich Märkte und Qualität verantwortlich.

Stempel der «Quotenfrau» abschütteln

In Bern sei sie immer wieder mit dem Posten der RTR-Direktorin konfrontiert gewesen, erzählt Ladina Heimgartner im Gespräch mit dem Regionaljournal Graubünden von Radio SRF. «Gewisse Leute sagten voraus, dass ich diesen Job einmal übernehmen werde. Dass es so schnell gehen würde, hätte ich selber aber nicht gedacht»

Bis 2020 will die SRG ihren Frauenanteil im Kader auf 30 Prozent erhöhen. Vor diesem Hintergrund wurde Ladina Heimgartner innerhalb der SRG gezielt gefördert. Den Vorwurf eine Quotenfrau zu sein, kontert Heimgartner: «Am Anfang ist man vielleicht eine Quotenfrau. Aber wenn man nur gewählt wird, weil man eine Frau ist, bliebt man nicht lange auf einem Posten» Mit ihrer Arbeit will die ehemalige Journalistin beweisen, dass sie eben keine Quotenfrau ist.

Heimgartner wird die Direktionsstelle am 1. August 2014 in Chur antreten und dort den jetzigen RTR-Direktor Mariano Tschuor ersetzen, der in die Generaldirektion nach Bern berufen wurde. Er übernimmt die Stelle von Ladina Heimgartner.