Lagobianco-Kraftwerk genehmigt - und zurückgestellt

Die Bündner Regierung gibt grünes Licht für das Mega-Pumpspeicherkraftwerk Lagobianco des Energiekonzerns Repower. Gebaut wird das Kraftwerk vorerst dennoch nicht. Ein Betrieb wäre mit den aktuellen Strompreisen nicht rentabel.

Visualisierung des Lago Bianco nach der Staumauererhöhung

Bildlegende: Visualisierung des Lago Bianco nach der Staumauererhöhung Repower AG

Das Projekt besteht im Kern aus einem neuen Pumpspeicherwerk zwischen dem Lago Bianco am Berninapass und dem Lago di Poschiavo auf dem Talboden des Puschlavs mit einer installierten Leistung von 1000 Megawatt.

Der Bau der eigentlichen Pumpspeicherstufe sei aber auf Grund der aktuellen Marktlage nicht machbar, teilte Repower am Donnerstag mit. Der Bündner Energiekonzern ist der Ansicht, dass das Pumpspeicherkraftwerk zu einem späteren Zeitpunkt für die Erreichung der Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundes eine Rolle spielen könne.

«Grosse Bedeutung»

Dem Lagobianco-Projekt komme energiepolitisch und energiewirtschaftlich eine grosse Bedeutung zu, schrieb die Regierung anlässlich der Projektgenehmigung am Donnerstag.

Mit der nun erteilten Projektgenehmigung ist laut Repower das mehrstufige Bewilligungsverfahren abgeschlossen. Das genehmigte Projekt unterliegt noch einer öffentlichen Auflage.