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Graubünden Landkauf in Domat Ems: «Regierung steht in der Verantwortung»

Die Bündner Regierung will in Domat Ems Land kaufen und verkaufen. Grundlage für diese neue Möglichkeit ist das Wirtschaftsentwicklungsgesetz. Ein Gespräch über Chancen und Risiken dieser Art von Wirtschaftsförderung.

Luftaufnahme eines brachliegenden Landes
Legende: Brachliegende Flächen, wie diese der ehemaligen Grosssägerei in Domat Ems, sollen neu genutzt werden. Keystone

Durch den Kauf und den Verkauf von Land will der Kanton neue, grosse Unternehmen in Domat Ems ansiedeln. Diese neue Art von Wirtschaftsförderung könne eine Chance sein, sagt Beat Stalder im Gespräch mit dem Regionaljournal Graubünden von Radio SRF.

«Der Kanton kann sehr direkt Einfluss nehmen. Er kann entscheiden, welche Firmen angesiedelt werden und zu welchem Zweck.» Auf die Risiken angesprochen, sagt Stalder: «Es kann sein, dass der Kanton auf seinem Land sitzen bleibt. Hier ist die Regierung aber gefordert, sie muss ihre Verantwortung wahrnehmen».

Landkauf der öffentlichen Hand ein Trend

Beat Stalder glaubt, dass Graubünden in Zukunft nicht alleine dastehen wird mit dieser Art von Wirtschaftsförderung. Der Drang der öffentlichen Hand, Land zu kaufen und zu verkaufen, werde vermehrt zur Anwendung kommen. «Einerseits wird diese Entwicklung durch die Globalisierung gefördert. Andererseits sorgt auch das neue Raumplanungsrecht für Druck. Dieses verlangt, dass brachliegende Industrieareale einer neuen Nutzung zugeführt werden», sagt Beat Stalder

Beat Stalder

Beat Stalder ist Partner in den Geschäftsbereichen Bau- und Immobilienrecht sowie Staats- und Verwaltungsrecht. Er berät Unternehmen und Privatpersonen im Zusammenhang mit Planungs- und Bauvorhaben sowie auf dem Gebiet des Wirtschaftsverwaltungs- und des Gesundheitsrechts und vertritt sie vor Behörden und Gerichten.