Lockerung des Rauchverbots bleibt chancenlos

Das Rauchverbot im Kanton Graubünden wird nicht gelockert. Einen entsprechenden Antrag hat das Kantonsparlament gestern deutlich verworfen.

Ein Mann hält eine Zigarette

Bildlegende: Rauchen bleibt in den Bündner Gaststätten auch weiterhin nur in Fumoirs oder unter freiem Himmel erlaubt. Keystone

Verkehrte Welt im Bündner Grossen Rat: Die Mehrheit der Gesundheitskommission des Rates forderte am Donnerstag eine Lockerung des Rauchverbotes in Restaurants und Hotels, um Wirten mehr unternehmerische Freiheiten zu bieten.

Die Forderung wurde anlässlich der Totalrevision des Gesundheitsgesetzes gestellt. Fünf Mitglieder der achtköpfigen Gesundheitskommission stellten den Antrag, Lokalen bis 80 Quadratmetern Fläche zu erlauben, als Raucherlokal geführt zu werden - so wie es das Bundesgesetz gestattet.

Die Motivation der Kommissionsmehrheit war klar. Man stelle die Forderung im Sinne des Tourismus, sagte die freisinnige Kommissionsvizepräsidentin Angela Casanova-Maron.

Die Bündner Regelung sei eine wirksame Präventionsmassnahme, bewährt und von der Bevölkerung akzeptiert, lautete der Tenor der meisten Wortmeldungen. Pikanterweise wollte selbst der Präsident des Branchenverbandes Gastro Graubünden, CVP-Grossrat Franz Sepp Caluori, von einer Deregulierung nichts wissen.