«Manchmal haben wir am Projekt gezweifelt»

Am Wochenende werden die letzten Aufbauarbeiten der Windenergieanlage im bündnerischen Haldenstein abgeschlossen. Nach sechs Jahren kommt ein über 120 Meter hohes Windrad dort zu stehen. Die beiden Betreiber und Besitzer geht eine lange Vorbereitungszeit zu Ende.

Zwei Männer mit Bauhelm vor dem Windrad

Bildlegende: Die Besitzer und Betreiber, Josias F. Gasser, rechts, und Jürg Michel, links, verfolgen den Aufbau ihrer Windenergiea... Keystone

Es habe einige Abklärungen, Diskussionen und Bewilligungen gebraucht. Alleine die Abklärung der Fledermäuse und Vögel im Gebiet des auserwählten Standorts habe ein halbes Jahr gedauert, sagt Initiant Jürg Michel. Da seien ihnen auch manchmal Zweifel gekommen.

Eine letzte Hürde hat das Windenergie-Projekt letzte Woche genommen: der Transport der grossen Bauteile war nicht ohne, so Initiant Josias F. Gasser.

« Das war wirklich Zentimeterarbeit. »

Der Transport von 56 Meter langen Rotorenblätter sind von der Polizei begleitet worden und die Autobahnausfahrt bei Chur wurde gesperrt. Bald soll die Windanlage ans Netz angeschlossen werden. Sie wird 4,5 Gigawattstunden produzieren - genau soviel Strom, wie das Dorf Haldenstein mit seinen rund tausend Einwohner pro Jahr benötigt.