Mehr Millionen für Mittelschulen

Die Bündner Mittelschulen klagen schon lange über zuwenig Mittel weil die Schülerzahlen kontinuierlich abnehmen. Jetzt stellt die Regierung mehr Geld in Aussicht. Die privaten Mittelschulen freuen sich über die Unterstützung - finden aber, es dauere zu lange bis es soweit ist.

Aussenansycht Schulhaus Zuoz mit roter Fassade

Bildlegende: Das Lyceum Alpinum Zuoz und die anderen sieben privaten Bündner Mittelschulen dürfen auf mehr Geld hoffen. Keystone

Momentan sind es rund 2600 Jugendliche mit Wohnsitz in Graubünden, die eine Bündner Mittelschule besuchen. In den nächsten zehn Jahren zeichnet sich gemäss Regierungsrat Martin Jäger ein Rückgang um 600 Schülerinnen und Schüler ab. Da der Kanton seine Beiträge an die privaten Mittelschulen pro Schüler auszahlt, stellt dieser Rückgang die Schulen vor grosse Finanzprobleme.

Mit der neuen Finanzierung sollen die Schulen pro Schüler neu rund 1500 Franken mehr erhalten als bis anhin. Insgesamt dürfte das die Bündner Kantonskasse jährlich um mehr als drei Millionen Franken zusätzlich belasten.

Schulen dauert es zu lange

Die Probleme der Bündner Mittelschulen werden schon seit Jahren politisch diskutiert. Die Regierung plant nun, dass das neue Gesetz ab dem Schuljahr 2015/2016 in Kraft sein sollte. Allerdings hängt dies vom Verlauf der politischen Debatte ab.

Für die acht privaten Mittelschulen im Kanton Graubünden ist es eine positive Nachricht. Christian Brosi, Rektor der Evangelischen Mittelschule Schiers, bezeichnete den Gesetzesentwurf im «Regionaljournal» von Radio SRF als «fairen Vorschlag». Brosi bemängelt allerdings den Zeitplan: «Wir hätten uns erhofft, dass die neue Finanzierung schon auf das kommende Schuljahr hin in Kraft tritt».