Überschwemmung Millionenschaden in St. Moritz

Ein überlaufender Bach hat am Montag in St. Moritz ein Firmengelände und weitere Gebäude überflutet. Der Schaden geht in die Millionen. Beim Abpumpen des Wassers erlitten sieben Personen Kohlenmonoxid-Vergiftungen.

Überflutetes Firmengelände

Bildlegende: Der Schaden durch die Überschwemmung geht in die Millionen. Kapo GR

Der teilweise unterirdisch durch St. Moritz Bad fliessende Bach Ovel da Staz überlief nach starken Niederschlägen am Montag kurz vor elf Uhr abends, wie die Polizei mitteilt. Aus mehreren Schachtdeckeln trat Wasser aus und überschwemmte ein Firmengelände sowie die Keller angrenzender Gewerbebauten und Wohnhäuser.

Das Firmengelände wurde stellenweise bis zu einen Meter hoch geflutet. Vom Wasser in Mitleidenschaft gezogen wurden Büro- und Lagerräumlichkeiten sowie Unterstände und Fahrzeuge. Der Sachschaden beträgt mehrere Millionen Franken.

Sieben Personen mit Kohlenmonoxidvergiftung

Am Dienstagmorgen wurde der Polizei gemeldet, dass sich eine Person im betroffenen Gebiet über Atemprobleme beschwere. Es zeigte sich, dass Kohlenmonoxid eines Aggregates, welches zum Abpumpen eines überfluteten Kellers eingesetzt wurde, in drei nebeneinander stehende Wohnhäuser strömte.

Die Häuser wurden von der Kantonspolizei Graubünden und der Feuerwehr evakuiert. Fünf durch Kohlenmonoxid Leichtverletzte wurden mit zwei Ambulanzen ins Spital Oberengadin nach Samedan gefahren, zwei etwas gravierender Verletzte von der Rega ins Kantonsspital Graubünden nach Chur geflogen.