Millionentanz ums goldene Ei

Noch diese Woche soll klar werden, ob die CS Millionen zurückzahlt, damit die Gläubiger rund um den Konkurs des Davoser Nobelhotels zu ihrem Geld kommen.

Rundes Hotel hinter Fels

Bildlegende: Kommt nicht aus den Schlagzeilen: Das «Goldene Ei» in Davos. Keystone

Jetzt ist klar wie hoch der Schuldenberg rund um den Konkurs des Davoser Nobelhotels ist: rund 4,6 Millionen Franken. Über 180 Gläubiger haben beim zuständigen Konkursamt in Chur ihre Forderungen eingereicht. Auch der Bund hat Forderungen: Er verlangt 700‘000 Franken Mehrwertsteuer, welche das «Goldene Ei» dem Bund schulde.

Gemeinde wartet auf Geld

Auch bei der Gemeinde Davos steht viel Geld auf dem Spiel: Das Nobelhotel hat Rechnungen von über 400‘000 Franken nicht bezahlt. Darunter auch die Stromrechnung von rund 175‘000 Franken.

Neben diesen grossen Forderungen stehen auch viele kleine Gläubiger an: Von der Bäckerei über den lokalen Handwerker bis zu auswärtigen Lieferanten. Alles zusammen ergibt Forderungen von rund 4,6 Millionen. Ein Betrag, den der zuständige Konkursbeamte nicht in dieser Höhe erwartet hatte.

Zuwenig Geld

In der Kasse des Konkursverwalters liegen derzeit aber nur 800‘000 Franken - viel zu wenig. Ausstehend sind allerdings noch rund 2,5 Millionen. Diese will der Konkursverwalter von der Bank CS, respektive ihrem Immobilienfonds Real Estate Fund Hospitality, der Besitzerin des «Intercontinental»-Hotels, zurück.

Die Bank habe nach Bekanntwerden des Konkurses dieses Geld vom Unternehmen noch eingezogen, sagt Philipp Annen, Leiter des Churer Konkursamts. Der Konkursverwalter will das Geld mit allen Mitteln zurückholen. Falls eine Klage gegen die Bank nötig würde, hat laut Konkursamt die Gemeinde Davos bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Lösung in Sicht?

Was die Bank CS macht, will sie auf Anfrage nicht kommentieren. Laut dem Konkursamt soll aber noch diese Woche eine Antwort der Bank eintreffen. Der Konkursverwalter hofft, den Fall möglichst ohne weitere Juristerei abschliessen zu können. Falls das möglich ist, soll der Fall «Goldenes Ei» noch dieses Jahr abgeschlossen werden.