Mit Themen-Plattformen den Tourismus sichern

Die Tourismusregionen kämpfen um Gäste. Deshalb unterstützt der Kanton Graubünden seit knapp zwei Jahren neue Tourismus-Projekte mit Fördergelder. Voraussetzung: Sie müssen über die eigene Region hinweg denken Zwei davon sind Special Interest Plattformen, laut Experten die Zukunft des Tourismus.

Zwei Mountainbiker, die über einen Feldweg fahren, dahinter ein Felsmassiv

Bildlegende: Mountainbiker werden in Graubünden ab Ende März über eine Plattform über alles rund ums Biken informiert. Matt Wragg ZVG

Nur noch für eine bestimmte Region zu werben, das sei passé, sagt Jürg Stettler, Tourismus-Experte der Hochschule Luzern. Die Zukunft liege in Themenfelder. Also man mache vermehrt Werbung für alles rund ums Skifahren, Wandern oder Mountainbiken – und das über Regionen hinweg.

Eine der ersten dieser Plattformen im Kanton Graubünden war das Pilotprojekt «Flow Country Graubünden». Hier findet man Routen, Anreise und Unterkünfte für Mountainbiker gebündelt auf einer Plattform. Jetzt ist die Pilotphase zu Ende und das Projekt wird unter dem Namen «Herbert.Bike» weitergeführt. «Ich glaube an die Zukunft solcher Plattformen», sagt Mitinitiant Thomas Giger.

Kanton fördert sieben Projekte

Nebst der Bike-Plattform, welche der Kanton Graubünden über vier Jahre hinweg mit 430 000 Franken unterstützt, finanziert der Kanton auch noch sechs weitere Projekte. Zwei weitere befinden sich in der Abklärung. Damit soll gegen sinkende Gästezahlen gekämpft werden. Insgesamt spricht der Kanton 21 Millionen Franken für das Tourismusprogramm 2014-2021.