Einkaufstourismus «Moneta Valposchiavo»: Eigenes Geld für die Puschlaver Geschäfte

Das Puschlav an der Bündner Grenze zu Italien kämpft gegen den Einkaufstourismus. Das Gewerbe startet nun eine Aktion, damit die Leute im Puschlav einkaufen und nicht im nahen Ausland. Die Aktion nennt sich «Moneta Valposchiavo».

Puschlav

Bildlegende: Durch finanzielle Anreize sollen die Puschlaver wieder vermehrt im eigenen Dorf einkaufen. Keystone

Der Puschlaver Gewerbeverein hat die «Moneta Valposchiavo» lanciert, wie die Online-Plattform Grigioni Italiano berichtete. Dabei wird der Verein finanziell von den beiden Gemeinden Poschiavo und Brusio unterstützt. Sie zahlen insgesamt 24'000 Franken an diese Aktion. Sie dauert zwei Monate, bis Ende Juni.

  • Problem: Dem lokalen Gewerbe fliessen Gelder ab, weil die Bewohner des Puschlavs auch über die nahe Grenze nach Italien einkaufen gehen.
  • Aktion: Der Gewerbeverband verkauft für 140 Franken Coupons, die einen Wert von 200 Franken haben. Die Leute sparen bei ihren Einkäufen so 30 Prozent. Der Rabatt wird von den Gemeinden unter dem Stichwort «Wirtschaftsförderung» finanziert.
  • Ziel: Die Puschlaver und Puschlaverinnen sollen in ihrem Tal einkaufen. Gleichzeitig soll mit dieser Aktion die Diskussion über den Einkaufstourismus lanciert werden. Der finanzielle Beitrag aus der Steuerkasse sei eine einmalige Sache, heisst es auf Anfrage bei Gemeindepräsident Allesandro della Vedova.