Münstertal: Neue Spielregeln bei Wahlen

Die Gemeindeverfassung im Münstertal wird geändert: Das Stimmvolk will, dass nicht mehr jede Fraktion einen Gemeindevorstand stellen muss.

Am Strassenrand ein Schild mit dem Schriftzug "Val Müstair".

Bildlegende: Weil das Personal für politische Ämter fehlt wird die Verfassung im Münstertal angepasst. Keystone

Vor acht Jahren haben sich die sechs Gemeinden des Münstertals zusammengeschlossen. Damals wurde entschieden, dass sich der Gemeindevorstand in Zukunft mit je einer Person aus den kleinen und mit zwei Personen aus der grössten Fraktion zusammensetzt.

«  Wir finden nicht genügend Leute aus den einzelnen Fraktionen. »

Arno Lamprecht
Gemeindepräsident

Inzwischen sei dieses Modell überholt, sagt Gemeindepräsident Arno Lamprecht. «Wir finden nicht genügend Leute aus den einzelnen Fraktionen, daher wollen wir diese Regel abschaffen. Es soll keine Rolle mehr spielen aus welchem Teil des Tales die Gemeindevertreter kommen».

Die Gemeindeversammlung hatte bereits grünes Licht gegeben für diese Änderung in der Gemeindeverfassung. Jetzt sagt das Volk an der Urne mit 515 Ja zu 104 Nein Stimmen, ebenfalls ja dazu. Auch die Regierung muss noch grünes Licht geben für diese Änderung. Ob sie dies tut ist offen. Im Vorfeld der Abstimmung hat sich die Regierung kritisch geäussert. Sie sieht es nicht gerne, wenn Gemeindeverfassungen kurze Zeit nach Fusionen bereits wieder geändert werden.