Neat-Baustelle - ein Goldesel für Sedrun

Für Sedrun im Bündner Oberland ist die Neat-Baustelle ein wahrer Goldesel: Rund ein Drittel aller Einnahmen stammen von der Grossbaustelle und 400‘000 Besucher haben das Neat-Informationszentrum bisher besucht. Nächstes Jahr wird die Baustelle jedoch geschlossen.

Eine Gruppe Menschen in organgen Gewändern und Helmen im Stollen der Neat-Baustelle.

Bildlegende: Im Neat-Informationszentrum in Sedrun konnte auch der Tunnelstollen besichtigt werden. Keystone

Die Gemeinde Sedrun zählte bis 1996 rund 1600 Einwohner. Als die Neat-Baustelle 1996 eröffnet wurde, zogen rund 500 Arbeiter ins Dorf. Und dank dem Neat-Informationszentrum pilgerten rund 400‘000 Baustellen-Besucher ins Bündner Oberland.

Mit diesen Arbeitern und Besuchern kam auch das Geld ins Dorf. Wie der Gemeindepräsident erklärt, stammen rund ein Drittel aller Einnahmen aus der Neat-Baustelle. Nur: Nächstes Jahr wird die Baustelle geschlossen – damit verschwinden die Besucherinnen und Besucher aus dem Dorf und mit ihnen das Geld.