Neue Ideen für den Tourismuskanton: Was bleibt

Die Denkwerkstatt Wirtschaftsforum Graubünden hat gestern den achten und letzten Strategiebericht zur Zukunft des Bündner Tourismus vorgestellt. Offen bleibt, was mit all den Ideen geschieht.

Zweieinhalb Jahre analysierte Peder Plaz, Geschäftsführer des Wirtschaftsforums Graubünden, zusammen mit einem Team die Bündner Tourismusbranche. Daraus entstanden sind acht Berichte (Berichterstattung siehe rechts). Bisher war die Ressonanz in der Öffentlichkeit eher verhalten. Die von Radio SRF angefragten Fachpersonen äussern sich jedoch positiv.

Realitätscheck für den Tourismus

Für Andreas Deuber, Ausbildungsleiter des Studiengangs Tourismus an der HTW in Chur, sind die zusammengetragenen Zahlen wertvoll. Es handle sich um empirische Beobachtungen und Untersuchungen. «Gut ist, dass das Wirtschaftsforum auch Lösungsvorschläge präsentiert», sagt Andreas Deuber. Manche seien realistischer, andere hätten mehr den Charakter von Visionen.

Positiv äussert sich auch Silvio Schmid, Geschäftsführer der Skiarena Andermatt Sedrun. Die Idee, bei neuen Hotels Synergien zu nutzen (siehe Artikel «Mit neuen Hotel-Standorten zum Erfolg») sei zwar nicht neu, interessant aber die Überlegungen zur Rolle der Gemeinde dazu.

Das Wirtschaftsforum Graubünden möchte nun mit seinen Ideen die Öffentlichkeit suchen, sei es im direkten Gespräch mit Fachleuten, über die Medien oder auch die eigene Website. Dort werden die verschiedenen Berichte in halbstündigen Videos erklärt.