Chüenihorn St. Antönien Neuer Anlauf für Solaranlage oberhalb St. Antönien

Ein erstes Projekt für ein Solarkraftwerk an den Lawinenverbauungen am Chüenihorn oberhalb von St. Antönien ist vor zwei Jahren gescheitert. Nun wird mit einem neuen Projekt erneut ein Anlauf genommen für eine hochalpine Solaranlage. Als ersten Schritt will die Gemeinde das Baugesetz anpassen.

Lawinenverbauung am Chuenihorn St. Antönien.

Bildlegende: Die Solarpanels sollen an einer Seilkonstruktion über den Verbauungen montiert werden. Keystone

Hinter den neuen Plänen stehen die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ). Noël Graber, Sprecher der EKZ bestätigt auf Anfrage, man plane am Chüenihorn eine Solaranlage. Allerdings sei das neue Projekt anders angelegt als das der früheren Promotoren. Damals waren unter anderem die Repower und Sol-E Suisse dabei.

Die Solarpanels sollen demnach nicht mehr an den Lawinenverbauungen montiert werden, sondern über den Verbauungen an einer Seilkonstruktion. Dafür ist eine Änderung des kommunalen Baugesetzes nötig. Eine entsprechende Ausschreibung ist heute im Amtsblatt publiziert.

Beim Thema Investitionskosten bleibt Noël Graber vage: «Wir rechnen mit Kosten in der Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags». Die Anlage soll dereinst Strom für rund 660 Haushalte liefern.

Gemeinde erfreut

Bei der Gemeinde Luzein, zu der das Dorf St. Antönien gehört, ist man erfreut. «Wir haben nicht damit gerechnet, dass so schnell wieder jemand Interesse zeigt», sagt der Gemeindepräsident Christian Kasper.

Das Projekt sei eine gute Sache, erstens könne man einen Beitrag zu sauberem Strom leisten und zweitens könne eine Solaranlage am Berg auch touristisch interessant sein.

Weitere Details zum geplanten Solarkraftwerk wolle man Anfang Juni an einer öffentlichen Informationsveranstaltung bekannt geben.