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Neuer Bündner Jagdinspektor «Die Öffentlichkeitsarbeit habe ich zu Beginn unterschätzt»

Portrait Arquint
Legende: Adrian Arquint: Der neue Bündner Jagdinspektor SRF

Im Februar hat Adrian Arquint sein Büro im Jagdinspektorat bezogen. Und mit dem neuen Büro hat sich auch sonst viel verändert für den Engadiner. «Ich bin viel exponierter und auch der Wind ist rauer geworden», sagt der neue Jagdinspektor.

Der Wind ist rauer geworden.
Autor: Adrian ArquintJagdinspektor Graubünden

Der 46-jährige Tierarzt arbeitete vor seinem Amtsantritt beim Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit, meistens hinter den Kulissen. Als Jagdinspektor stehe er nun vermehrt im Rampenlicht. «Die Öffentlichkeitsarbeit habe ich zu Beginn unterschätzt».

Arquint hat seinen Job vom langjährigen, gut vernetzten und mächtigen Amtsleiter Georg Brosi übernommen. «Ich trete hier in grosse Fussstapfen, ich hoffe, dass ich diese bis in einigen Jahren ausfüllen kann», sagt Arquint im Gespräch mit dem Regionaljournal Graubünden. Im Moment sei er aber noch in der Einarbeitungsphase.

Auf der Linie des Vorgängers

Besonders beschäftigen wird Arquint in der nächsten Zeit die Sonderjagdinitiative. Er verstehe, dass die Jägerschaft diese lieber nicht vors Volk bringen würde – dies hatte der Präsident des Bündner Patensjägerverbands an der letzten Versammlung gefordert.

Aber es sei schon richtig, dass über das Anliegen abgestimmt werde, findet der neue Jagdinspektor. Es gehe jetzt darum der Bevölkerung aufzuzeigen, warum es die Sonderjagd brauche. Denn: «Es gibt keine Alternative zur Sonderjagd, aber ich bin offen für Anpassungen auf der Hochjagd». Konkrete Änderungen nannte Arquint im Gespräch nicht.

Ich selber habe Bär und Wolf leider noch nicht gesehen.
Autor: Adrian ArquintJagdinspektor Graubünden

Dies zeigt – und ist wenig überraschend: Der neue Jagdinspektor wird da weitermachen, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Das heutige Bündner Jagdsystem soll beibehalten werden, auch beim Umgang mit den Grossraubtieren marschiert der «Neue» im Gleichschritt mit dem «Alten». Konkret sagt Arquint: «Der Schutz der Grossraubtiere muss gelockert werden».

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; haus

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