New Highlander: Wie Städter die Randregion aufmischen

Die Abwanderung sorgt regelmässig für Schreckensszenarien. Es gibt aber auch einen Gegentrend: Die «New Highlanders» sind Zuwanderer, die im Berggebiet neue Unternehmen gründen. Eine Masterarbeit hat sie beleuchtet. Auch der Kanton ist auf dieses Phänomen aufmerksam geworden.

Sicht auf ein Berggebiet

Bildlegende: Die New Highlander: Unterländer sehen das Potenzial der Berggebiete. Keystone

Die Deutsche Astrid Herzog hat während der letzten zwei Jahre in Bergün einen Veloladen aufgebaut. Noch kann sie erst eine Teilzeitstelle anbieten. Aber durch ihr Engagement im Bereich Mountainbike bringt sie Gäste und damit Übernachtungen in die Region. Noch sei es nicht viel, aber es werde immer mehr, sagt die Jungunternehmerin, welche sich in Bergün eine neue Existenz aufbaut.

Mountainbikerin Astrid Herzog unterwegs im Berggebiet

Bildlegende: Astrid Herzog, oder so sieht eine New Highlanderin aus zvg

New Highlander - die neuen Bergler aus dem Unterland

In der Fachsprache ist Herzog eine New Highlanderin. Das ist der wissenschaftliche Begriff für Zuzüger welche im Berggebiet Firmen gründen.

Eine Masterarbeit von Rahel Meili geht diesem Phänomen auf die Spur. Die Macherin sagt, diese Menschen seien wichtig für das Berggebiet. Sie bringen neue Ideen, Geld und frischen Wind in die von Abwanderung bedrohten Regionen.

Auch Kanton sieht Potential

Auch beim Kanton kennt man den Begriff der New Highlanders seit kurzer Zeit. Noch gebe es keine Zahlen, man könne daher auch nicht von einem Trend reden heisst es beim Amt für Wirtschaft und Tourismus. Amtsleiter Eugen Arpagaus sagt aber: «Immer mehr Menschen wollen weg von der Stadt. Auf sie müssen wir uns vorbereiten». Fachleute würden Strategien erarbeiten um aufzuzeigen, wie man in Zukunft noch mehr Einwanderer in die Peripherie locken könne.