Medien Noch kein neuer Chefredaktor für RTR

In diesen Tagen wurde erwartet, dass das Rätoromanische Radio und Fernsehen einen neuen Chefredaktor oder eine neue Chefredaktorin präsentiert. In einer ersten Runde wurde jedoch kein geeigneter Kandidat gefunden. Die Suche für die Nachfolge von Gian Ramming geht nun weiter.

RTR Haus in Chur

Bildlegende: RTR sucht noch immer einen neuen Chefredaktor oder eine Chefredaktorin. SRF

Der Vorstand der SRG SSR Svizra Rumantscha hätte Anfang März gerne einen neuen Chefredaktor oder eine neue Chefredaktorin präsentiert, welcher dann dem Verwaltungsrat der SRG zur Wahl vorgeschlagen worden wäre. Daraus wird nun nichts.

Oscar Knapp

Bildlegende: Oscar Knapp, Präsident SRG SSR Svizra Rumantscha SRG SSR Marcel Grubenmann

SRF News: Knapp zehn Bewerbungen sind bei ihnen eingegangen, wieso starten Sie nun wieder von Feld eins?

Oscar Knapp: Wir haben einfach die ideale Kandidatin oder den idealen Kandidaten noch nicht gefunden. Wenn man eine zweite Runde macht, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass man jemand findet.

Wo liegt das Problem?

Es ist ein allgemeines Problem. Im rätoromanischen Raum haben wir nicht viele Journalistinnen und Journalisten, die grosse Erfahrung haben und auch die Region und die Schweiz gut kennen. Das Reservoir ist einfach nicht so gross.

Haben Sie zu hohe Ansprüche?

Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir sehr hohe Ansprüche haben. Es ist keine einfache Aufgabe, es sind immerhin fast 100 Leute, die geführt werden müssten. Diese Führungserfahrung muss vorhanden sein.

Ist es denkbar, dass der neue Chefredaktor auch ein Nicht-Rätoromane wäre?

Ich denke, wir müssen uns schon überlegen, ob wir das Feld nicht ausweiten möchten. Wenn jemand nicht Rätoromanisch als Muttersprache hat, aber ein Sensorum für unsere Kultur und ein Interesse für die Sprache besitzt, dann glaube ich, dass man die mögliche Kandidaturenbasis etwas verbreitern könnte.

Wie geht es weiter?

Die Suche geht weiter. Denkbar ist, dass wir erneut ein Inserat schalten oder auch mit sogenannten Headhuntern arbeiten. Das ist noch nicht beschlossen.