Noch weniger Russen im Engadin als erwartet

Im Januar sind deutlich weniger russische Gäste ins Oberengadin gereist als noch ein Jahr davor. Die Zahl der Logiernächte von russischen Touristen ist um 21 Prozent zurückgegangen. Gründe waren die Ukraine-Krise und der Zerfall des Rubels. Der Rückgang ist deutlicher als erwartet.

Russinnen in Pelzmänteln trinken Champagner

Bildlegende: Es kamen schon mehr Gäste aus Russland ins Bündnerland. Keystone

«Die Stammgäste sind zwar gekommen. Aber Leute, die sich eher in letzter Minute entscheiden, sind heuer nicht erschienen», sagt Roberto Rivola, Sprecher der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz.

Ein Fünftel im Minus

Im Januar, dem traditionell wichtigsten Monat für russische Gäste im Oberengadin, gingen noch rund 15'700 Übernachtungen auf das Konto russischer Gäste. Dies entspricht einem Minus von 21 Prozent. Dieser Rückgang ist deutlicher als erwartet, sagt dazu Roberto Rivola.

«Allerdings», gibt er zu bedenken, «haben wir den Rückgang teilweise durch Gäste aus andern Ländern aufgefangen.» Man habe mehr Touristen aus Skandinavien, Brasilien oder den USA gehabt. Bis Ende Januar sei man auf die ganze Saison gesehen bei den Hotelübernachtungen auf dem Stand des Vorjahres.