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Legende: Audio Notfall entlasten, Hausärzte stärken. abspielen. Laufzeit 02:49 Minuten.
Aus Regionaljournal Graubünden vom 12.02.2019.
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Notfallpraxis Nicht mehr wegen jedem «Wehwechen» auf den Notfall

Auf den Notfall statt zum Hausarzt. Diesen Trend spüren grosse Spitäler schon lange. Und auch Graubünden ist da keine Ausnahme. Allein im letzten Jahr hätten 25 Prozent mehr Patienten mit eher leichten Erkrankungen den Notfall aufgesucht, sagt Thomas Müller. Er ist Chefarzt der Notfallstation des Kantonsspitals in Chur.

Abhilfe schaffen soll nun ein neues Modell. Ab Juni dieses Jahres soll es für alle Notfälle im Raum Chur eine einzige Anlaufstelle geben. In dieser neuen Notfallpraxis entscheiden die Fachleute, wer ins Spital muss, und wer vom Hausarzt behandelt werden kann. So sollen Doppelspurigkeiten vermieden, Wartezeiten abgebaut werden.

Notfall entlasten, Hausärzte stärken

Beim Kantonsspital erhofft man sich von diesem Schritt, dass das Personal entlastet wird von Bagatellfällen und so mehr Zeit hat für echte Notfälle. Profitieren wollen auch die Hausärzte. Sie hätten viele Patienten ans Kantonsspital verloren in den letzten Jahren. Dank dem neuen Modell soll dieser Trend gebremst werden.

Die Hausärzte von Chur werden den Notfalldienst in der neuen Notfallpraxis übernehmen. Ganz neu ist das für sie nicht. Bereits heute leisten die Ärzte solche Dienste. Oft waren sie aber nicht ausgelastet, dann wiederum kamen alle Patienten gleichzeitig. Dank dem neuen Modell soll der Notfalldienst für die Ärzteschaft attraktiver und sicher auch lukrativer werden.

Die neue Praxis öffnet ihre Tore im Juni gleich neben den Räumlichkeiten der heutigen Notfallzentrale des Kantonsspitals. Nach dem Umbau des Spitals soll die Praxis dann in einen Neubau verschoben werden.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Robert Frei  (RFrei)
    Das ist doch alles Augenauswischerei. Wenn man am Abend, in der Nacht, an Feiertagen oder am Wochenende eine dringende ärztliche Behandlung braucht, dann bleibt derzeit wohl nichts anderes über als der Notfall im Spital. Eine billigere Lösung wäre wenn die Spitäler ein rund um die Uhr geöffnetes Ambulatorium hätten, eventuell personell mit dem Notfall kombiniert. Man kann ja nicht immer warten, bis der Hausarzt Ordination hat.
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  • Kommentar von Beat Gurzeler  (B.Gurzeler, alias Rollstuhlrocker)
    Wir haben Gesetze in der Schweiz, wenn das KVG-Gesetz nicht vorschreibt zuerst bei
    einem Hausarzt vorbei zugehen , dann ist dies gesetzeswidrig oder das KVG-Gesetz muss
    angepasst werden, das bedingt eine Aenderung, so ist der korrekte Weg. Wenn nicht
    muss ich mich auch nicht mehr ans KVG-Gesetz halten !!!
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