Ohne UNESCO-Label ist der internationale Markt weg

Das UNESCO-Label habe dem Naturpark «Biosphäre Entlebuch» sehr viel gebracht, sagt Direktor Theo Schnider. Sie spielten auf internationalem Parkett, während das Münstertal ohne UNESCO-Label nur bei Grümpel-Tournieren spielen würde.

Tafel Unesco Label

Bildlegende: Theo Schnider: «Ohne UNESCO-Label würden wir an Beachtung, Status und Bedeutung verlieren.» zvg

Seit 2001 gibt es die «UNESCO Biosphäre Entlebuch im Kanton Luzern». Der Park gilt heute als Vorzeige-Biosphäre und erhielt 2012 erneut die höchste Bewertung durch die UNESCO. Ihr Direktor Theo Schnider ist überzeugt, dass dank dem Label die ganze Region profitiert. Er sagt deshalb, dass der drohende Verlust des Labels für das Münstertal Folgen habe. «Das internationale Marktumfeld ist weg, der Park ist plötzlich nur noch regional interessant.»

International vernetzt

Die «UNESCO Biosphäre Entlebuch» spiele heute in der Champions-League. Ohne Label werde Münstertal dann aber nur noch an Grümpel-Tournieren spielen, vergleicht Schnider den Stellenwert der UNESCO-Auszeichnung. Er nennt auch ein konkretes Beispiel: Dank dem Label habe das Entlebuch letztes Jahr bei einer internationalen Medienkampagne mit der grössten PR-Agentur Europas mitmachen können.

Vergleich schwierig

Schnider gibt aber auch zu, dass es schwierig sei, konkret zu beziffern, wieviel ein solches Label bringt. Genaue Zahlen gäbe es nicht, sagt er. Und die Biosphäre Entlebuch habe auch noch nie Erhebungen gemacht, wie viele Leute den Park besuchten, weil er das UNESCO-Label hat. Aber, so Schnider: «ohne das UNESCO-Label wären wir wieder Austauschbar und das wäre wohl das Schlimmste.»