Graubünden soll Olympia-Minus selbst bezahlen

Die Finanzkommission des Nationalrats will, dass der Kanton Graubünden für ein Olympia-Defizit selbst aufkommen müsste.

Pirmin Schwander

Bildlegende: Pirmin Schwander, Präsident der Finanzkommission. Keystone

Der Bundesrat stellte für die Olympiakandidatur «Graubünden 2022» eine Milliarde Franken in Aussicht. Die Finanzkomission verlangt nun, dass dieser Kostendeckel auf keinen Fall überschritten wird. Allfällige Mehrkosten habe der Kanton Graubünden zu tragen. Dies sei explizit in den Bundesbeschluss festzuschreiben.

Damit die Kosten für die Spiele nicht aus dem Ruder laufen, wie von einigen Kommissionsmitgliedern befürchtet, müssten Steuerungs- und Kontrollinstrumente eingesetzt werden, fordert die nationalrätliche Finanzkommission. Auch die Verwendung des Bundeskredits müsse genau überwacht werden, so die Forderung der Kommission.

Zweite Abstimmung nötig?

Der Kanton Graubünden hat in seiner Olympiabotschaft bereits ausgeschlossen, ein allfälliges Defizit zu übernehmen. Sollte das Bundesparlament der Finanzkommission folgen, könnte das heissen, dass das Bündner Stimmvolk allenfalls ein zweites Mal über die Olympischen Spiele abstimmen müsste.

Vorerst ist nun aber Abwarten angesagt: Am dritten März wird das
Bündner Stimmvolk über die Kandidatur entscheiden. Sagt Graubünden Nein, ist das Geschäft vom Tisch und die Diskussion über die Unterstützung des Bundes erübrigt sich.