Olympiaschanze: Zurück in die Zukunft oder nichts als Nostalgie?

St.Moritz stimmt am 24. November über die alte Olympiaschanze ab. Diese soll neu gebaut werden. Drei kleinere Anlagen will man sanieren. Kostenpunkt rund 11.5 Millionen Franken. Die Abstimmung hat Symbolcharakter. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um die Zukunft von St.Moritz.

Die Olympiaschanze in St.Moritz im Winter.

Bildlegende: Sanierungsbedürftig: Die Olympiaschanze in St.Moritz ist in die Jahre gekommen. Keystone

1926 wurde in St.Moritz die Olympiaschanze gebaut. Gebührend eingeweiht wurde sie dann an den ersten Olympischen Winterspielen in St. Moritz. Jahrelang gehörte der Schanzensport danach zum Image von St.Moritz. Noch in den 80er Jahren pilgerte das Volk in Scharen an das traditionelle Weihnachtsspringen.

Doch 2006 wurde die Schanze geschlossen. Sie entsprach nicht mehr den Normen für Wettkämpfe. Seither hat der Sport in St.Moritz stark an Bedeutung verloren. Doch nun will man die alten Zeiten wieder aufleben lassen. Geplant ist der Neubau der Olympiaschanze. Die kleineren Sprungtürme sollen saniert werden.

Pro und Kontra

Für die Befürworter hat dieses Projekt Symbolcharakter. Es soll neuen Schwung bringen, und es soll die nordischen Disziplinen in der Region stärken. Die Gegner befürchten dadurch eine Schwächung der Marke St.Moritz. Diese müsse voll auf den alpinen Skisport setzen. Auch warnen viele das Projekt sei zu kostspielig.