Zum Inhalt springen
Inhalt

Opfer von Zwangsmassnahmen Geld stammt vor allem aus der Ostschweiz

Kloster Fischingen
Legende: Auch im Kloster Fischingen (TG) mussten Kinder einiges erdulden, wie eine Untersuchung zeigte. Keystone

Bis zu 25'000 Franken erhalten Menschen, die vor 1981 Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen geworden sind. Das sind Menschen, die beispielsweise weggesperrt oder fremdplatziert wurden. Das Geld stammt aus einem nationalen Fonds, an dem sich die Kantone auf freiwilliger Basis beteiligen können.

Unter den acht Kantonen, die bisher einen Betrag bezahlt haben, sind auch alle sechs Ostschweizer Kantone: Thurgau, St. Gallen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Glarus und Graubünden. Die Beträge variieren: St. Gallen zum Beispiel bezahlt innerhalb von drei Jahren 900'000 Franken, der Kanton Thurgau einmalig 150'000 Franken.

Dass sich bislang vor allem die Ostschweizer Kantone am Fonds beteiligen, hat gemäss Luzius Mader vom Bundesamt für Justiz nichts mit den Opferzahlen zu tun: «Andere Kantone hatten mehr Zwangsmassnahmen verfügt.» Die Ostschweiz habe sich einfach vergleichsweise früh mit der Thematik auseinandergesetzt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.