Origen krönt den Kaiser im Münstertal

Laut der Legende soll Karl der Grosse das Kloster im Münstertal gegründet haben. 1200 Jahre nach seinem Tod kehrt der Imperator dorthin zurück. Als Erzähler in der Oper «David». Am Donnerstag haben 150 Leute die Uraufführung in der temporären Krönungshalle gesehen.

Unmittelbar neben der weltberühmten Klosterkirche St. Johann steht die Krönungshalle in weisser Apsiden-Architektur.

Bildlegende: Unmittelbar neben der weltberühmten Klosterkirche St. Johann steht die Krönungshalle in weisser Apsiden-Architektur. zvg

Am 28. Januar 814 starb der römische Kaiser und König der Franken und Longobarden. 1200 Jahre später feiert das Theater Origen das Grosse Karls-Jahr.

Unter anderem wird beim UNESCO Kloster St. Johann in Müstair gespielt. Der Legende nach hat Karl dieses Kloster gründet, nachdem er einen schlimmen Sturm am nahen Umbrailpass überlebt hatte.

Am Donnerstag war die Urafführung des Stückes.Unmittelbar neben der weltberühmten Klosterkirche, unweit der italienischen Grenze, steht eine Krönungshalle in weisser Apsiden-Architektur.

Es ist die Kulisse für die Oper «David». Laut David Spinnler vom Romanischen Radio und Fernsehen wird schlicht inszeniert: «Da ist Karl der Grosse als Erzähler, und da sind die Sänger. Das Stück beschreibt die Atmosphäre und die Intrigen zwischen den Akteuren, die damals etwas zu sagen hatten. Jeder und jeder versucht das Geschehen zu seinen Gunsten zu beeinflussen» sagt Spinnler.

Rund 150 Personen haben die Uraufführung der Oper besucht. Das Stück wird während des ganzen Sommers immer wieder gespielt. Treibende Kraft dahinter ist der umtriebige Theatermann Giovanni Netzer.