Konvikt Kantonsschule Chur Parlament kritisiert Regierung

Das Konvikt der Kantonsschule Chur kann saniert werden. Der Grosse Rat hat einen Verpflichtungskredit von 31,4 Millionen Franken genehmigt - aber mit einigen Nebengeräuschen.

Das Churer Konvikt.

Bildlegende: Die Regierung betonte in der Debatte im Rat den baukulturellen Wert des Gebäudes. Es sei zu schützen und zu pflegen. KONVIKT CHUR Daniel Hossmann

Ausgangslage: Die Regierung hat dem Grossen Rat einen Verpflichtungskredit von 31,4 Millionen für die Instandstellung des Konvikts beantragt. Der Bau muss saniert werden, sind sich die Mitglieder des Kantonsrates einig. Der Grosse Rat stimmte dem Kredit mit 77:28 Stimmen bei fünf Enthaltungen zu.

Kritik: Bei der Debatte im Grossen Rat ging es nicht um den Handlungsbedarf, es wurde die Vorgehensweise der Regierung kritisiert. Hinterfragt wurde der Umstand, dass 31,4 Millionen Franken Steuergelder bloss mit einer zweiseitigen Information genehmigt werden sollten. Es wurde die Ausarbeitung einer Botschaft verlangt und damit die für einen Kredit in dieser Grössenordnung üblichen Informationen. Es fehle die nötige Gesamtübersicht, hiess es aus dem Rat.

Vorgeschichte: Das Konvikt der Bündner Kantonsschule ist 50 Jahre alt und gilt als wichtiges, herausragendes Gebäude der Nachkriegszeit. Der Bau beherbergt rund 100 Betten in Einzel- und Doppelzimmern. Die Gebäudehülle ist in schlechtem Zustand, die Haustechnik stammt aus den Sechzigerjahren, und der Innenausbau ist spartanisch.