Prättigau legte in der Wintersaison am stärksten zu

Die Bündner Hotels haben in der Wintersaison 2013/14 praktisch gleich viele Logiernächte verzeichnet wie in der vorherigen. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 0,3 Prozent oder 9'000 auf 2,8 Millionen. Regional gab es erhebliche Unterschiede mit Gewinnern und Verlierern.

Zwei Spaziergänger im verschneiten Savognin

Bildlegende: Die Winterpracht von Savognin verkaufte sich im vergangenen Winter am schlechtesten. Keystone

Von den bekannten Wintersportregionen am besten gewirtschaftet hat das Prättigau mit einer Zunahme um 7,8 Prozent, gefolgt von Davos-Klosters mit 3,4 Prozent und der Lenzerheide mit 3 Prozent.

Schlusslicht Savognin

Am schlechtesten lief es für Savognin, das 9,5 Prozent Logiernächte einbüsste und für Disentis-Sedrun mit einem Rückgang von 6,9 Prozent. An drittletzter Stelle liegt das Unterengadin mit Samnaun, das 2 Prozent Logiernächte weniger erzielte. Einen erheblichen Rückgang von 8,5 Prozent musste auch die Hauptstadt Chur hinnehmen, die aber nicht zu den Wintersportregionen zählt.

Unter dem Fünf-Jahres-Schnitt

Noch schlechter schneiden die Hoteliers im Vergleich mit dem fünfjährigen Durchschnitt ab. Die Übernachtungszahlen für den ganzen Kanton liegen 6,3 Prozent unter dem Fünf-Jahres-Schnitt. Die grössten Einbussen von rund 16 Prozent verbuchten Disentis-Sedrun und Savognin. Am besten wirtschaftete das Prättigau mit einem Plus von 5,8 Prozent.

Inländischer Markt am wichtigsten

Die meisten Übernachtungen wurden von einheimischen Touristen gebucht. Schweizer sorgten für 56 Prozent der Logiernächte. Mit 22 Prozent zweitwichtigster Markt ist Deutschland, gefolgt von Grossbritannien mit 3 Prozent.

Die grösste Steigerung wurde bei Gästen aus China und Taiwan verbucht. Ihre Übernachtungszahlen kletterten um stolze 42 Prozent, machen aber gerademal 0,3 Prozent aller Logiernächte aus.

Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr