Regierung bleibt auf Fördergeldern sitzen

Die Bündner Regiering hat letztes Jahr einen Geldtopf mit 21 Millionen Franken für innovative Tourismusideen bereitgestellt. Doch es fehlt an guten Projekten. Wenn dies so bleibt, fliesst das Geld zurück in die Staatskasse.

Drei Steinböcke sitzen auf einem Felsvorsprung

Bildlegende: Warten auf neue Touristen... Graubünden Tourismus

Mit innovativen Projekten soll der Bündner Tourismus wettbewerbsfähiger werden. Die Regierung hat zu diesem Zweck im letzten Jahr das «Tourismusprogramm 2014 bis 2021» lanciert. Es stehen 21 Millionen Franken zur Verfügung. Das Geld stammt je zur Hälfte von Kanton und Bund, der sich über die Neue Regionalpolitik (NRP) engagiert.

Bis heute scheint das Interesse für die Fördergelder klein zu sein. Auf dem Bürotisch des zuständigen Tourismusrates sind erst wenige Projekte gelandet. Erst eine Idee wurde mit 430'000 Franken unterstützt. Es geht dabei um eine Internetseite und eine App für Mountainbiker. Auf Anfrage sagt der zuständige Regierungsrat, zwei weitere Projekte seien vielversprechend.

Ansonsten hofft die Regierung, dass bald mehr Ideen aus den Regionen kommen. Auf die Frage des «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF, was mit dem Geld passiere, wenn es weiterhin nicht abgeholt werde, sagt Regierungsrat Jon Domenic Parolini: «Wenn das Geld nicht abgeholt wird, fliesst es zurück in die Staatskasse».