Regierungsrat Cavigelli verteidigt Kampf gegen «Kohle-Initiative»

Die Initiative «Ja zu sauberem Strom ohne Kohlekraft» gefährde die Bündner Beteiligung am Stromkonzern Repower. Grund sei ein Vertrag zwischen den grossen Aktionären, sagt die Bündner Regierung. Stimmt das und was wären Alternativen? Im Interview nimmt Regierungsrat Mario Cavigelli Stellung.

Bündner Regierungsrat Mario Cavigelli.

Bildlegende: Regierungsrat Mario Cavigelli: «Wir werden bei einem Ja zur Initiative die Aktien von Repower verkaufen müssen.» Keystone

Im Kantonsrat wurde während der Debatte zur Initiative «Ja zu sauberem Strom ohne Kohlekraft» bekannt, dass zwischen den Aktionären von Repower ein Vertrag besteht. Strategische Entscheidungen können demnach nur einstimmig gefällt werden.

Falls die Initiative angenommen würde, könnte dies weitreichende Folgen haben. Im Extremfall, warnte Regierungsrat Mario Cavigelli, könnte der zweite grosse Aktionär Axpo Graubünden zum Verkauf seiner Repower-Anteile zwingen.

Im Gespräch mit der Sendung «Regionaljournal Graubünden» gesteht Regierungsrat Mario Cavigelli ein: Eine Einigung zwischen den Grossaktionären wäre eine Alternative. Doch bekräftigt er seine Ansicht, dass die Axpo ein Interesse an der Übernahme der Repower haben könnte.

Das Stromunternehmen Axpo scheint zurzeit keine Übernahmegelüste zu haben. Auf Anfrage schreibt die Firma, man habe sich dazu verpflichtet, «dass Repower weiterhin ein selbständiges, privatwirtschaftliches und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführtes bündnerisches Energieunternehmen bleiben soll».