Repower möchte seine Swissgrid-Aktien verkaufen

Der Bündner Stromkonzern Repower besitzt 3.6 Prozent der Swissgrid-Aktien und möchte diese gerne verkaufen. Man benötige das Geld für die Sanierung der Anlagen wie auch für neue Projekte, heisst es beim Unternehmen. Interesse an einem Teil der Aktien hat der Kanton Graubünden.

Swissgrid

Bildlegende: Swissgrid betreibt das Stromübertragungsnetz in der Schweiz. Keystone

Die Aktien werfen gemäss Finanzdirektorin Barbara Janom einen gesetzlich garantierten Zins von rund 4 Prozent ab. «Eine solche Rendite können wir sonst momentan auf dem Finanzmarkt nicht erzielen», sagte die Regierungsrätin am Rande des monatlichen Medientreffens. Ein Drittel der Swissgrid-Aktien von Repower würde Graubünden gerne kaufen.

Der Wert des gesamten Aktienpakets beläuft sich laut einer älteren Mitteilung von Repower vom 23.12.2014 auf 56 Millionen Franken. Bei einem Drittel würde der Kanton Graubünden demnach knapp 20 Millionen Franken investieren. Es ist aber noch offen, wer den Zuschlag erhält, da es noch andere Interessenten gibt. Hinzu kommen offene Fragen. So ist juristisch umstritten, wer ein Vorkaufsrecht hat.

Die Aktien sind begehrt aufgrund der gesetzlich festgelegten Rendite. Das weiss auch der Stromkonzern Repower. Das Unternehmen möchte das Geld gerne für die Sanierung von Anlagen sowie neue Projekte einsetzen. Laut Repower-Sprecher Livio Zanolari ist es zentral, dass sich Repower entwickeln und gleichzeitig die bestehenden Kraftwerke erhalten kann.

SRF1, Regionaljournal Graubünden 17:30 Uhr; habs