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Graubünden «Rotkäppchen wirkt noch immer nach»

Der SRF-Filmemacher und Biologe Andreas Moser hält ein Zusammenleben von Mensch und Wolf für möglich. Auch wenn die Wolfsbestände in der Schweiz wachsen. Von Abschüssen hält er nichts.

Legende: Audio «Abschüsse sind keine Lösung» (20.03.2014) abspielen.
12 min

Am Calanda leben Wölfe: Zum ersten Mal seit 150 Jahren bewegt sich wieder ein Wolfsrudel in der Schweiz. Die Tiere sind zwischen Mittelbünden und dem Kanton St. Gallen unterwegs, auch im Engadin soll ein Tier leben. Politisch wird nun gefordert, den Schutz der Tiere zu lockern, auch der Bündner CVP-Ständerat hat in Bern eine Motion eingereicht, die den Wolfsbestand mit Abschüssen regeln will.

Der Biologe und SRF-Journalist Andreas Moser hält nichts von dieser Idee. Man könne die Wölfe nicht mit dem Wild vergleichen, sagt Moser in Gespräch mit dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF.

Durch einzelne Abschüsse würden die Rudeltiere sogar eher noch beunruhigt. Abschüsse seien deshalb nur in äusserst speziellen Situationen angebracht.

Vielmehr sei der Herdenschutz zu verstärken. Für Menschen seien Wölfe keine Gefahr. Die Ängste der Bevölkerung führt Moser auf das «Rotkäppchen»-Image der Wölfe zurück.

4 Kommentare

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  • Kommentar von P. Wittwer, Thun
    Wenn andere Länder diese Raubtiere wollen, so ist das ihr Problem und nicht das Unserige. Bringt sie ins Ursprungsland zurück mit Kostenfolge. Die Alpenkonvention muss sofort gekündigt werden. Nur eine korrupte Regierung duldet solche Gegebenheiten. Oder sind wir in der Schweiz tatsächlich auch schon so weit?
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  • Kommentar von P. Wittwer, Thun
    Im 18. und 19. Jahrhundert sind in Europa die Raubtiere „ausgerottet“ worden. Wo sind sie in diesen 200 Jahren geblieben? Jedenfalls haben sie überlebt! Warum nur müssen sie jetzt wieder mit allen Mitteln, freiwillig oder zwangsweise, angesiedelt werden? Lasst bitte die Tiere wo es ihnen wohl ist. Die Östereicher machen es vor, wie es auch in der Schweiz kommen muss. Niemand diskutiert mehr über den Verbleib der Tiere und tötet sie. Wenn nur bald die Vernunft obsiegen würde.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Was man in der Kindheit lernt, ist als Erwachsener wie ein Zwang. Selbst wenn es offensichtlicher Blödsinn ist, verweigern die Erwachsenen eine andere Sichtweise. Das sieht man gerade auch bei der Krim-Krise. Gerade die, die im kalten Krieg aufgewachsen sind, haben all die Sünden der USA bereits vergessen und halten Russland für den BöFe. Man müsste sich besser Gedanken machen, was man den Kindern lernt und zeigt.
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    1. Antwort von P. Wittwer, Thun
      Herr Dreier, wir haben es nie und niemals mit dem Wolf-Rotkäppchen-Märchen zu tun. Herr Moser mag noch an diese Geschichte glauben, das ist sein gutes Recht. Was ich ganz schlimm finde, dass ein Biologe solche Äusserungen macht und damit eigentlich bewusst vom eigentlichen Problem ablenkt. Raubtiere sind sehr, sehr unberechenbar und deshalb ist der Mensch auf das grösste gefährdet. Die Schweizerbevölkerung weiss nicht, wie gefährlich diese „Raubtierbewegung“ ist.
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