Zukunft der Quotidiana RTR winkt ab: «Es wäre eine Verarmung der romanischen Medienwelt»

Das Medienhaus und die Studios der Radiotelevisiun Svizra Rumantscha RTR in Chur

Bildlegende: Das Medienhaus und die Studios der Radiotelevisiun Svizra Rumantscha RTR in Chur. Keystone

Ein Radio rund um die Uhr und eine tägliche Fernsehsendung – Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) ist das rätoromanische Medienhaus der SRG, mit 130 Vollzeitstellen und knapp 26 Millionen Franken Budget pro Jahr.

Das ist Geld und Know-how, das man doch auch für eine romanische Tageszeitung einsetzen könnte, findet Bernard Cathomas. Der frühere Direktor von RTR lancierte seine Idee letzte Woche in der Quotidiana und sagt gegenüber Radio SRF: «Ich meine, man müsste Wege suchen, das bei RTR vorhandene journalistische Potenzial auch für eine Tageszeitung zu nutzen.» Ob es sich dabei auch um eine Tageszeitung oder ein Online-Angebot handle, sei zu diskutieren.

RTR winkt ab

Ladina Heimgartner, heutige Direktorin von RTR, kann dieser Idee nichts abgewinnen: «Es wäre eine Verarmung der romanischen Medienwelt, wenn alles aus einer Hand angeboten würde». Kommt hinzu, dass die gesetzliche Grundlage fehle. Heimgartner plädiert deshalb vielmehr für Kooperationen. Sie könnte sich vorstellen, dass RTR beispielsweise im Ausbildungsbereich Know-how und Unterstützung bietet.