Rüfe zwischen Chur und Domat/Ems weiter unter Beobachtung

Seit drei Wochen fliessen Geröll, Wasser und Schlamm aus dem Val Parghera ins Tal. Das Material wird aufgefangen und abtransportiert. Der Kanton beobachtet die Situation rund um die Uhr. Besonders bei Regen müsse man noch genauer hinschauen, heisst es beim Kanton.

Bau der Notbrücke.

Bildlegende: Die Notbrücke ist nach den anhaltenden Rüfenniedergängen mittlerweile erstellt. Keystone

«Es ist überhaupt nicht absehbar, wie sich das ganze entwickelt», sagt Magnus Rageth vom Bündner Amt für Wald und Naturgefahren. Am Berg sind noch mehrere 100'000 Kubikmeter Material in Bewegung.

Bis jetzt seien Schlamm und Geröll zum Glück portionenweise ins Tal geflossen. Mit diesen Geschiebemengen sei man fertig geworden. «Das kann sich aber schnell ändern», sagt Rageth.

Die grösste Sorge des Kantons ist, dass Material auf die RhB-Geleise und die Autobahn A13 sowie ins Emser Industriegebiet fliessen könnte. Man beobachte die Situation weiterhin genau, sagt Magnus Rageth.