Schawinski bekommt keine Bündner Radiokonzession

Das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vergibt die Lokalradio-Konzession für die Südostschweiz an Radio Grischa des Südostschweiz-Konzerns. Verlierer Roger Schawinski kann den Entscheid nicht nachvollziehen.

Hanspeter Lebrument

Bildlegende: Bekommt Rückendeckung aus Bern: Verleger Hanspeter Lebrument. Keystone

Das UVEK bestätigt so seinen Entscheid von 2008. Um den Konzessionsentscheid für das Gebiet Südostschweiz ist ein jahrelanger Rechtsstreit im Gange. Die Bewerbung der Südostschweiz Mediengruppe von Verleger Hanspeter Lebrument, die den Sender Radio Grischa betreibt, sei die bessere gewesen, befand damals das UVEK.

Das UVEK kam nun zum Schluss, dass die Südostschweiz Mediengruppe zwar den Markt dominiere, diese Position aber nicht missbrauche. Stichhaltige Anzeichen für einen systematischen publizistischen Missbrauch gebe es nicht. Die Meinungs- und Angebotsvielfalt werde nicht verletzt. In seinem Entscheid stützte sich das UVEK auch auf ein Gutachten der Wettbewerbskommission.

Die Konzession gilt bis Ende 2019, wie das UVEK mitteilte. Der Zürcher Radiopionier Roger Schawinski, der die Konzession mit seinem Projekt «Radio Südost» ebenfalls wollte, geht somit leer aus. Allerdings erwägen er, und sein Bündner Mitstreiter Stefan Bühler, auch den neusten Entscheid ans Bundesverwaltungsgericht weiterzuziehen.