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Graubünden Schummeln Skigebiete bei den Pistenkilometern?

Grösser, schöner, breiter - Die Schweizer Skigebiete kämpfen um immer weniger Wintersportbegeisterte. Über 30 Prozent werben dabei mit Pistenkilometern, die laut einem Experten nicht zutreffen, so auch im Skigebiet Corvatsch GR.

Legende: Video Skigebiete schummeln bei den Kilometerangaben abspielen. Laufzeit 04:53 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.02.2016.

Das Skigebiet Corvatsch (GR) macht Werbung mit 120 Pistenkilometern. Auf eine weit geringere Zahl kommt der deutsche Kartograf und Journalist Christoph Schrahe: Mit seiner Messmethode kommt er im Gebiet Corvatsch auf 42 Pistenkilometer.

Schrahe misst die Pisten nach den Vorgaben des Internationalen Skiverbandes, «so werden auch die Skirennen gemessen», erklärt er. Konkret heisst das, dass er die Länge der Pistenmitte misst, also die direkte Linke, ohne Kurven. Das sei kundenfreundlicher, weil die Pistenkilometer besser vergleichbar seien, sagt Schrahe.

Franco Furger von den Bergbahnen Corvatsch widerspricht: «Niemand fährt Ski ohne eine Kurve zu machen, insofern ist die Messmethode nicht realistisch». Auf über 100 Pistenkilometer kommt Franco Furger durch einen Faktor zwei, der sich an einem durchschnittlichen Kurvenradius orientiert.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Es fragt sich ob die Skigebiete nicht auch die Statistik der Schneesportbegeisterten anpassen, in dem Fall nach unten. Denn mieten Sie doch einmal eine Bleibe in einem Skigebiet nach dem 1. November! Die Anzahl Wohnungen ist ja permanent gestiegen, der Leerbestand ist gering. Auch das SRF verändert die Meldungen offenbar, denn das Bild stammt vielleicht eher von der Hornfluh als vom Corvatsch wie in der Legende angegeben. Nicht vergessen: Die Warteschlangen sind kürzer wegen der Kapazität!
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