Schwerer Stand für grosse Ideen

Eine Partymeile hoch über den Dächern von St. Moritz war das Herzstück einer ganzen Reihe von innovativen Ideen für den Kurort. Übrig geblieben ist von all dem wenig.

Visualisierung eines Rundgangs über dem Dorf, von Dach zu Dach

Bildlegende: Ein Rundgang hoch über den St. Moritzer Strassen, das war die Idee von Otto Steiner. ZVG

Seit Jahren kämpft der St. Moritzer Dorfkern mit demselben Problem: Banken und Luxusgeschäfte dominieren das Viertel, das Leben fehlt dem Kurort hingegen. Vor einigen Jahren hat die Gemeinde deshalb den Kreativkopf Otto Steiner beauftragt, Ideen für St. Moritz zu erarbeiten.

Im Februar 2014 hat er eine ganze Reihe von Ideen präsentiert, mit dem passenden Titel «1001 Ideen». Das auffälligste Projekt: Ein Spazierweg, der die Dächer von St. Moritz miteinander verbindet und dank diverser Bars zu einer Partymeile werden sollte. Dieses Projekt wurde schon früh begraben, sagt Gemeindepräsident Sigi Asprion: «Von diesem Weg aus hätte man in die Wohnungen gesehen. Das hätte sicherlich für Streit gesorgt.»

Rathaus-Beleuchtung wird umgesetzt

Die zweite grosse Idee: Ein Informationsbüro für Gäste, das gleichzeitig eine Bar ist. Der Kellner hätte dort auch gleich als Fremdenführer gearbeitet und den Gästen Tipps gegeben. Diese Rolle hätten auch Einheimische übernehmen können. Diese Idee ist vorerst auf Eis gelegt.

Übig geblieben ist die Idee, das Rathaus zu beleuchten - ähnlich wie das Bundeshaus in der Adventszeit. Diese Idee soll umgesetzt werden, zumindest bei speziellen Anlässen.

Die St. Moritzer Pläne