Serie «Zukunft Graubünden»: Die Visionen der Politiker

Nach dem Nein zu Olympia 2022 sind neue Ideen gefragt. Eine wichtige Rolle dabei muss die Politik übernehmen. Die Vorstellungen, wie die Zukunft des Kantons aussehen könnte, gehen bei den Parteien allerdings auseinander.

Parteipräsidenten im Gespräch mit Stefanie Hablützel.

Bildlegende: Parteipräsidenten im Gespräch mit Stefanie Hablützel. SRF

Olympia 2022 hätte dem Bündner Tourismus neuen Schub verleihen sollen, die Promotoren versprachen sich davon eine rosige Zukunft für den Kanton. Im Abstimmungskampf wurde das Projekt allerdings als zu einseitig kritisiert. Schliesslich sagte Graubünden mit knapp 53% Nein.

Politiker und Politikerinnen sind nun gefragt

Konkrete Alternativen zu Olympia fehlen bisher, neue Ideen sind gefragt. Laut dem Zukunftsforscher Andreas Walker müsste nun die Politik aktiv werden, denn traditionellerweise liege in der Schweiz «der Ball zuerst bei der Politik und der Regierung».

«Touristiker aus allen Regionen sollten über die Zukunft der Branche diskutieren», sagt BDP-Präsident Jon Domenic Parolini. Für ihn wäre ein Tourismusgipfel ein mögliches Rezept für Graubünden.

In den Augen von Jürg Kappeler (GLP) ist ein Tourismusgipfel nicht unbedingt das richtige Mittel. Ein solcher Anlass müsse die gesamte Bündner Wirtschaft einbeziehen. Für SP-Präsident Jon Pult müsste sich die politische Kultur im Kanton ändern. In den Wahlkämpfen sollte wieder vermehrt über Themen diskutiert werden, sagt Pult. So würden neue Ideen entstehen.