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Graubünden Silvrettagletscher stark geschrumpft

Der Silvrettagletscher ist fast doppelt so stark abgeschmolzen wie im langjährigen Mittel. Dies zeigen neuste Messungen. Ganz so schlimm wie im Sommer 2003 kommt es aber nicht.

Seit 20 Jahren vermisst der ETH Glaziologe Andreas Bauder den Silvretta Gletscher. Er führt damit weiter, was Forscher dort vor über 100 Jahren angefangen haben.

Kaum ein Gletscher in Europa sei über so viele Jahre vermessen worden wie der Silvretta, sagt Andreas Bauder. Durch dieses Langzeitmonitoring habe die Wissenschaft wertvolle und aussagekräftige Daten sammeln können in diesem Gebiet.

Unterwegs im ersten Schnee

Auch am letzten Wochenende hat der Glaziologe wieder gemessen auf dem Gletscher. Das Regionaljournal Graubünden hat die Messungen vor Ort verfolgt.

«Ich gehe davon aus, dass der Gletscher in diesem Jahr rund zwei Meter abgeschmolzen ist» sagt Andreas Bauder nach den ersten Messungen. Die genauen Daten müsse er noch auswerten im Büro. Man könne aber bereits sagen, dass der Gletscher fast doppelt so stark geschrumpft sei wie im langjährigen Vergleich.

Den Negativrekord von 2003 werde man damit nicht erreichen. Damals sei der Gletscher noch einen halben Meter mehr abgeschmolzen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Das ist bekannt.. nur besser waere es die konsequenzen aufzuzeigen... naehmlich Wassermangel in ganz Europa wenn das Gletschereis verschwindet.. und das dank der Erwaermung unseres Planeten.. HAUSGEMACHT.. weit ueber der natuerlichen Fluktuation ueber die Jahrtausende.. eine neue Dimension...
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Es gibt genau gleich viel Wasser, ob dies zuerst Eis / Schnee wird und dann wieder schmilzt oder permanent Wasser bleibt. Im Gegenteil, während die Gletscher rückläufig sind gibt es mehr Wasser als die Niederschlage bringen, bei wachsenden Gletschern weniger ... simple Logik. Zur 2. Behauptung: Von 1890 bis 1950 erhöhte sich das gleitende Mittel der Temperaturen in CH um 1.3 Grad, von 1950 - 2010 um 0.9 Grad. Siehe dazu Klimatrend bei Meteo Schweiz!
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Wow, das passiert seit Jahrtausenden und in manchen Perioden sogar noch rascher als heute. Wäre dies nicht passiert, hätten wir z.B. in Zürich noch mehrere 100m Eis!
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    1. Antwort von Jürg Baltensperger (Baltensperger)
      Wollten Sie einfach eine geohistorische Bemerkung platzieren oder steckt da eine Aussage dahinter?
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    2. Antwort von Simon Heimgartner (simon.h)
      Herr Dupont. In diesem Fall müssen Sie zwischen natürlichen Klimaschwankungen und dem anthropogenen Klimawandel unterscheiden. Letzterer sagt aus, dass die aktuellen klimatischen Auswirkungen durch menschliches Handeln verursacht werden und somit ein einzigartiges und noch nie zuvor dagewesenes Ausmass aufweisen. Spannend ist, dass diese Tatsache aus wissenschaftlicher Sicht seit längerer Zeit eindeutig bestätigt ist, in der Gesellschaft aber noch überhaupt nicht verankert zu sein scheint.
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