«Skepsis ist angebracht in Vals»

Die pompösen Tourismuspläne von Remo Stoffel in Vals wecken Skepsis. Der ehemalige St. Moritzer Kurdirektor Hans Peter Danuser kennt sich aus in der Welt der Reichen und Superreichen. Er sagt, ein Luxushotel und eine Gartenanlage eines Stararchitekten genügten nicht um erfolgreich zu sein.

Hans Peter Danuser

Bildlegende: «Vals und Luxus harmonieren nicht», meint Hans Peter Danuser Keystone

«Ich bin skeptisch, ob das aufgehen kann in Vals». Dies sagt einer, der sich in der Luxuswelt der Superreichen auskennt. Hans Peter Danuser war langjähriger Kurdirektor in St. Moritz und Berater des Investors Samih Sawiris.

Der Bündner Unternehmer Remo Stoffel hat Grosses vor in seinem Heimatdorf Vals. Er will ein Luxushotel der Extraklasse bauen. Dafür läuft bereits ein Architekturwettbewerb.

Einen Schritt weiter ist er beim Projekt für einen Park. Dieser stammt aus der Feder des japanischen Architekten Tadao Ando. Kostenpunkt für beides insgesamt 200 Millionen Franken.

Wer dereinst im geplanten Hotel übernachten will, muss zwischen 1000 und 25'000 Franken hinblättern - pro Nacht. Aufsehenerregende Architektur und ein teures Hotel seien noch keine Garanten für Gäste, gibt Hans Peter Danuser zu bedenken.

«Was das Bergdorf Vals heute repräsentiert und was angestrebt wird, liegt zu weit auseinander», glaubt der ehemalige St. Moritzer Kurdirektor. Ein neues Image muss glaubwürdig sein. Luxus und Vals passten aber einfach nicht überein. Vals sei Architektur und Wassererlebnis, nicht Luxus und hohe Preise.