«Somedia muss dieses Wagnis eingehen»

32 Millionen Franken hat der Bündner Medienkonzern Somedia in sein neues Medienhaus investiert. Das Unternehmen müsse dieses Wagnis eingehen, um auf die grossen Veränderungen in der Medienbranche zu reagieren, glaubt SRF-Medienredaktor Klaus Bonanomi.

Somedia Gebäude

Bildlegende: Konvergent: Im neuen Medienhaus werden Radio, Fernsehen, Zeitungen und Online unter einem Dach zusammengefasst. Keystone

«Eine Investition von 32 Millionen Franken kann die Somedia nicht einfach aus dem Ärmel schütteln», sagt SRF-Medienexperte Klaus Bonanomi. Allerdings macht er klar: die Somedia müsse sich das leisten, um auf die Umwälzungen im Medienbusiness zu reagieren.

Auch Somedia habe mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie andere Medienhäuser. Sinkende Leserzahlen und ein schwindender Werbemarkt, beschäftigten auch das Bündner Medienhaus, so Bonanomi.

Neu sind das Radio, das Fernsehen, die Zeitungen und Online unter einem Dach vereint. Die tagesaktuellen Medien sollen künftig viel enger zusammenarbeiten. Weniger Doppelspurigkeiten und bessere Kommunikation sollen so erreicht werden. Unter dem Strich soll das Produkt besser werden. «Wenn jedes Medium seine Stärke ausspielen kann, dann kann das durchaus funktionieren», glaubt Bonanomi.