Spital Oberengadin: Direktor und Chefärztin müssen gehen

Überraschende Kündigungen in der Geschäftsleitung des Spitals Oberengadin in Samedan: Die Verträge mit dem Spitaldirektor und der Chefärztin Gynäkologie wurden per sofort aufgelöst.

Sicht auf das Spital Oberengadin.

Bildlegende: Nach den Entlassungen: Vorläufig werden die Posten ad interim besetzt. Engadiner Post

Wie das Spital mitteilte, stimmte die Haltung der Kommission Spital und Alters- und Pflegeheim in betrieblichen und wirtschaftlichen Fragen nicht mehr mit jener von Direktor Philipp Wessner überein. Das habe zu einem Vertrauensverlust und zu grossen Differenzen geführt, die nicht mehr hätten überwunden werden können.

Auch die Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, Gudrun König, muss per sofort gehen. Die erste Chefärztin am Oberengadiner Spital hatte ihre Arbeit erst vor einem Jahr aufgenommen. Gehen muss sie nun wegen «der nicht ausreichenden Sozialkompetenz», wie es in der Mitteilung hiess. Dieser Mangel habe innerhalb des Hauses zu unüberbrückbaren Differenzen geführt.I

Geleitet ad interim wird die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe bis auf Weiteres von Rolf Steiner, der seit März am Spital in Samedan tätig ist. Die Aufgaben des CEO für das Tagesgeschäft teilen sich Administrationsleiter Lucian Schucan und Finanzchefin Brigitte Büeler.