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Graubünden Spöl muss vom Schlamm befreit werden

Nach der Umweltkatastrophe im Schweizerischen Nationalpark treffen sich diese Woche Experten, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Oberstes Ziel ist es, das Bachbett vom Schlamm zu befreien. Eine Möglichkeit wäre, ein künstliches Hochwasser zu erzeugen.

Wegen eines technischen Defekts wurde am Wochenende aus dem Stausee Livigno kein Wasser mehr in den Spöl abgelassen. Als der Fehler bemerkt wurde, öffneten die Verantwortlichen der Engadiner Kraftwerke einen Schieber am Fuss der Staumauer.

Anstatt Wasser ergoss sich aber eine grosse Menge Schlamm und Sediment ins Bachbett. Tausende Fische und Pflanzen sind dabei eingegangen. Der Vorfall wird zur Zeit genau abgeklärt.

Der Spölbach fliesst mitten durch den Nationalpark. Die dicke Schlammschicht im Bachbett müsse weg, sagt Hans Lozza, Kommunikationschef des Parks. Sobald sich der Dreck festsetzt, sei es sehr schwierig für die Natur im Spöl wieder Fuss zu fassen.

Die Kraftwerke lassen zur Zeit wieder Wasser den Bach runter. So soll verhindert werden, dass der Schlamm austrocknet. «Am besten wäre ein grosses künstliches Hochwasser», sagt Hans Lozza, «so könnte das Bachbett am schnellsten wieder gesäubert werden.» Wie und vor allem wann das passieren soll, diskutieren Experten noch diese Woche.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Markus Brüesch, 8580 Amriswil TG
    Dass ausgerechnet im Nationalpark so eine Umweltkatastrophe stattfindet, ist sehr traurig! Dass sich ein Verantwortlicher (Jachen Gaudenz) so unglücklich und unprofessionell dazu äussert, ist noch trauriger... Dass eine Unternehmung nicht mit so schwierigen Situationen rechnet und schlimme Fälle voraussieht, ist total verantwortungslos.
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