Spöl: Natur stärker als gedacht

An Ostern vor einem Jahr geschah das Unglück: Eine Schlammlawine wälzte sich vom Staudamm Livigno den Bach Spöl hinab. Mehrere tausend Fische und Kleinlebewese starben. Nun sei der Spöl auf gutem Weg, teilt die Task Force Spöl mit. Ein Schlussbericht soll es im Herbst geben.

Ein Mann steht im verschlammten Bachbett des Spöls ein Tag nach dem Unglück.

Bildlegende: Ein Mitarbeiter betrachtet das abgelagerte Feinmaterial im Bachbett des Spölbachs, unterhalb der Staumauer Punt dal G... Keystone

Da sich der Bach Spöl im Nationalparkgebiet befindet, war der Schock besonders gross nach der Staumauer-Panne in der Nacht vom 29. zum 30. März 2013. Der Nationalpark setzte darauf eine Task Force ein.

Diese teilte am Dienstag mit, dem Bach gehe es besser als erwartet. Ruedi Haller, der Forschungsleiter des Schweizerischen Nationalpark sagt gegenüber dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF: «Die Kleinlebewesen haben sich sehr schnell wieder erholt». Punkto Fische hätten vor allem Tiere im unteren Teil des Bachs überlebt. Im oberen besonders betroffenen Teil hätten sich etwa 10% des früheren Bestands wieder angesiedelt. «Das ist ein Zeichen, das sich die Natur wieder erholt», sagt Haller.

Auch künftig sollen wie bisher künstliche Hochwasser durchgeführt werden. Damit werden die Wasserschwankungen eines normalen Bergbachs simuliert. Auch wird der Spöl weiterhin wissenschaftlich untersucht.Ein Schlussbericht zum Unfall soll im Herbst veröffentlicht werden.