Beschwerde Stadt Chur wird zurückgepfiffen

Zurück auf Feld 1: Die Stadt Chur muss ihre Planung für die Verbreiterung der Masanserstrasse nochmals neu angehen. Das hat die Regierung entschieden. Ein Haus steht im Weg.

Haus

Bildlegende: Das Streitobjekt an der Masanserstrasse in Chur. Ralph Feiner, Malans

Die Stadt sei bei der Planung nicht richtig vorgegangen. Sie hätte bei der Strassenverbreiterung und dem geplanten Abbruch des historischen Hauses «Zur Kante» Fehler gemacht. Zu diesem Schluss kommt die Bündner Regierung. Die Stadt selber ist anderer Auffassung, akzeptiert aber das Verdikt.

Heimatschutz intervenierte

Vor einem Jahr wollte der Stadtrat das Haus «Zur Kante» abreissen. Der Grund: Der ehemalige Bauernhof stünde dem Ausbau der Masanserstrasse im Weg. Gegen den geplanten Abbruch gab es Widerstand. Der Heimatschutz reichte eine Aufsichtsbeschwerde bei der Bündner Regierung ein mit der Bitte, die Situation zu klären.

Regierung stützt Heimatschutz

In ihrer Stellungnahme kritisiert die Bündner Regierung die Stadt Chur: Der Abbruch des Hauses «Zur Kante» und die Verbreiterung der Masanserstrasse gehörten eng zusammen. Diese beiden Projekte seien aber zu wenig koordiniert worden. Die beiden Vorhaben müssen laut der Regierung als «Gesamtpaket» öffentlich aufgelegt werden.