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Romanische Tageszeitung Steht die Tageszeitung «La Quotidiana» vor dem Ende?

Gerade erst hat das Verlagshaus Somedia das 20-Jahr-Jubiläum der «Quotidiana» gefeiert. Nun zeigt sich: Das Verlagshaus würde die Redaktion gerne auslagern. Gelingt das nicht, dürfte die Zeitung in der heutigen Form nicht mehr lange existieren.

Die Tageszeitung «La Quotidiana»
Legende: Nur eine Woche nach den Feiern zum 20-Jahr-Jubiläum steht die Zukunft der romanischen Tageszeitung also auf dem Spiel. SRF Marc Melcher

Seit Jahren ist die romanische Tageszeitung defizitär. So könne es nicht weitergehen heisst es nun bei den Verlegern. Die Verantwortlichen im Medienhaus Somedia fordern, dass die romanische Nachrichtenagentur ANR in die Bresche springt. Sie soll die Redaktion und die Kosten für das Personal und die Löhne übernehmen. Die Somedia möchte die Zeitung weiterhin drucken.

Öffentliche Hand soll bezahlen

Die ANR, welche zu einem grossen Teil vom Bund und dem Kanton finanziert wird, müsste somit 300'000 Franken pro Jahr zusätzlich aufbringen. Der Präsident der Agentur, Martin Gabriel, sagt: «Es ist nicht die Aufgabe der Nachrichtenagentur die romanische Tageszeitung zu finanzieren». Ähnlich äussert sich auch der zuständige Regierungsrat Martin Jäger: «Es ist im Sprachengesetz nicht vorgesehen, dass wir einzelne Medien finanzieren».

Beim Verlag Somedia bleibt man dabei. Es brauche eine neue Lösung für die Tageszeitung der Romanen. Oder wie es Geschäftsführer Silvio Lebrument gegenüber Radio SRF sagte: «Eine tägliche romanische Zeitung wird es in dieser Form nicht mehr geben ab nächstem Jahr».

Nur eine Woche nach den Feiern zum 20-Jahr-Jubiläum steht die Zukunft der romanischen Tageszeitung also auf dem Spiel.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Martin Sonderegger (Natur012)
    Nun ja. Es scheint klar dass die Südostschweiz eher einen Weg der Deutschintegration geht. Dann soll jemand anders diese Zeitung publizieren. Jemand der mit Herzblut dahintersteht. Aber keine Romanische Zeitung mehr wäre ein Armutszeugnis für die Schweiz. Man spricht immer von Förderung. Also soll man auch die Romanische Sprache fördern. Hier nehme ich auch den Staat in die Pflicht.
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