Streit um neue Kurtaxe in Brigels

Sieben Gemeinden in der Tourismus-Region Surselva wollen ein neues Taxensystem einführen. Doch Zweitwohnungsbesitzer in Brigels haben eine IG gegründet, weil sie die neuen Taxen als zu hoch empfinden. Die Gemeinde kontert: Es brauche dieses Geld, um die Infrastruktur aufrecht zu erhalten.

Video «Streit um neue Gäste- und Tourismustaxe» abspielen

Streit um neue Gäste- und Tourismustaxe

3:33 min, aus Schweiz aktuell vom 16.4.2014

Das Ziel der neuen Gäste- und Tourismustaxe ist es, einheitlich zu regeln, wer wie viel zahlen muss, und das Geld gemeinsam zu nutzen. Beispielsweise um Wanderwege in Stand zu halten und Werbung für die Region Surselva zu machen. «Die Einnahmen sind in den letzten Jahren gesunken», sagt Richard Caduff, Gemeindepräsident von Brigels.

«Nicht richtig informiert»

In Brigels wurde eine neue IG der Zweitwohnungsbesitzer gegründet, die sich gegen die neuen Taxen wehrt. Kritisiert wird vor allem, dass die anfallenden Kosten steigen. Aber auch, dass die Gemeinde schlecht informiert habe. Nicht alle Zweitwohnungsbesitzer haben eine Einladung für den Informationsanlass der Gemeinde erhalten.

Gemeindepräsident Richard Caduff erklärt, die Gemeinde habe alle Zweitwohnungsbesitzer angeschrieben, die die bisherige Kurtaxe bezahlt haben. «Diejenigen, die keine Einladung erhalten haben, haben also wahrscheinlich gar keine Taxen bezahlt.» Franz Cahannes der IG kontert: «Das ist möglich, aber ich gehe doch nicht auf die Gemeinde und frage, ob ich bitte mehr bezahlen dürfe.»

Am 25. April entscheidet die Gemeindeversammlung in Brigels über das neue Taxsystem.