Datenautobahn Tirol gibt Vollgas beim schnellen Internet

In Sachen Tourismus schielt Graubünden vielfach neidisch aufs benachbarte Tirol. Und jetzt hat das Nachbarland auch in Sachen schnelle Datenautobahn die Nase vorn.

Arbeiter verlegen Glasfaserkabel

Bildlegende: Das Tirol ist dem Bündnerland in Sachen schnelles Datennetz voraus. Symboldild Keystone

Der Initiant von Mia Engadina, dem schnellen Internet im Engadin, schielt neidisch ins Nachbarland: Im Tirol, da gehe alles schneller, schreibt er auf Facebook und sagt dem Regionaljournal: «Nicht nur in Sachen Tourismus, auch in Sachen Datenautobahn ist uns das Tirol voraus.»

60 Millionen

Tatsächlich hat das Land Tirol in den letzten drei Jahren umgerechnet rund 60 Millionen Franken ins schnelle Internet investiert. Damit können auch entlegene Täler mit der neuen Welt verbunden werden. Die Wirtschaft freuts. Eine neue Umfrage zeigt, dass dank diesen Anstrengungen der öffentlichen Hand heute rund 75 Prozent aller Betriebe mit dem Anschluss ans schnelle Internet zufrieden sind. Im Tirol ist die Wirtschaftskammer überzeugt, dass das gebirgige Land nur dank öffentlicher Unterstützung erschlossen werden kann.

Nachdenken

Auch in Graubünden sind Bestrebungen da, ein flächendeckendes schnelles Internet zu verwirklichen. Allerdings ist man hier erst am Überlegen, was im Tirol bereits umgesetzt ist. Regierungsrat Jon Domenic Parolini sagt auf Anfrage, dass ein Bericht dazu in Auftrag gegeben werden soll. Bis wann dieser vorliegt, weiss er noch nicht.