Trotz mehr Geld: Nicht alle Bündner Mittelschulen überleben

Gestern hat der Grosse Rat mehr Geld für die privaten Bündner Mittelschulen gesprochen. Heute reden Fachleute trotzdem über Schulschliessungen.

Schulgebäude

Bildlegende: Usichere Zukunft für das Hochalpinen Institut Ftan (Bild) und die übrigen privaten Mittelschulen trotz mehr Geld. Keystone

Bildungspolitikerin Sandra Locher hat kein gutes Gefühl nach der turbulenten Debatte über ein neues Mittelschulgesetz. Man habe zwar die Finanzströme geregelt, aber über die Strategie für die Schulen, habe man nicht gesprochen.

Die SP Frau findet dies grundsätzlich falsch. Laut Locher wäre die Diskussion über die Zukunft der Schulen vor der Vergabe des Geldes zwingend gewesen.

«  Alle wissen, es wird einen Kampf um Köpfe geben, und dies wird Auswirkungen für die Schulen haben. »

Sandra Locher

Auch der Rektor der evangelischen Mittelschule Schiers, Christian Brosi, sagt, es brauche Strategien für die Zukunft. «Bis jetzt sind wir zu oft als Konkurrenten aufgetreten, in Zukunft müssen wir uns ergänzen», so Christian Brosi.

Die Mittelschulen müssten enger zusammenarbeiten, um vorwärts zu kommen.

Schulschliessungen unausweichlich

lllusionen macht sich Christian Brosi keine. Am Mittwoch noch hat er für mehr Geld für die Privatschulen gekämpft, nun spricht er über die demografische Entwicklung im Kanton.

Diese werde Veränderungen bringen. «Es wird Bereinigungen geben bei den Mittelschulen in Graubünden», sagt Brosi.

Auch Bildungspolitikerin Sandra Locher nimmt kein Blatt vor den Mund: «Alle wissen, es wird ein Kampf um Köpfe geben, und dies wird Auswirkungen für die Schulen haben».