UMA: Alle Bündner Gemeinden sollen für ihre Betreuung zahlen

Die Kosten für die Betreuung von unbegleiteten jugendlichen Asylsuchenden (UMA), welche in der Schweiz ein Bleiberecht erhalten, sollen in Zukunft von allen Bündner Gemeinden getragen werden. Dies antwortet die Bündner Regierung auf eine entsprechende Frage aus dem Parlament.

Ein Asylsuchender vor einem Computer.

Bildlegende: Die minderjährigen Asylsuchenden sollen in Davos besser betreut werden. SRF

Die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Davos würden nicht genügend betreut und seien teilweise verwahrlost. So äusserten sich Politiker und Politikerinnen im Juni im Parlament. Auslöser war die Debatte um die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden. Die Politiker forderten ein Konzept, welches aufzeigt, wie man das Problem lösen könnte.

In ihrer Antwort auf einen entsprechenden Vorstoss schreibt die Regierung nun, ein entsprechendes Konzept liege vor. Auf Nachfrage beim zuständigen Amt für Migration hiess es auf Anfrage des Regionaljournals, noch sei das Konzept nicht ganz fertig, daher könne man es noch nicht anschauen.

Aus den Ausführungen der Regierung geht hervor, dass eine Mehrheit der UMA solange sie im Asylverfahren sind, wie bis heute, im Asylzentrum Laret in Davos betreut werden sollen. Dort sind inzwischen 45 jugendliche Männer untergebracht. Auf Anfrage beim Migrationsamt hiess es dazu, man habe das nötige Personal für die Betreuung der Jungen inzwischen gefunden.

Alle Gemeinden müssen zahlen

In ihrem Vorstoss wollten die Politiker auch wissen, wer die Kosten für die Betreuung der Jugendlichen aus Eritrea, Afghanistan, oder Syrien übernehme, wenn sie in der Schweiz ein Bleiberecht erhalten. Hierzu sagt die Regierung, man müsse die Kosten in Zukunft auf alle Gemeinden verteilen. Dies bedeutet, dass ein neuer neuer Verteilschlüssel ausgearbeitet wird und das Gesetz angepasst werden soll. Dies dürfte ein bis zwei Jahre dauern.