Unterbrochene Bahnlinie nach Arosa wirkt sich auf Tourismus aus

Seit Mitte Oktober ist die Bahnlinie Chur-Arosa wegen eines Steinschlags unterbrochen. Die Reise nach Arosa ist nun umständlicher. Dies schrecke Kurzentschlossene ab, die Sonne tanken möchten, sagt der Aroser Tourismusdirektor.

Blick auf ein Nebelmeer.

Bildlegende: Wegen der unterbrochenen Bahnlinie geniessen weniger den Blick auf das Nebelmeer. Keystone

Grau, kalt, trüb. Ab November verschwindet das Mittelland regelmässig unter einer zähen Nebeldecke. Sonnenhungrige zieht es dann in die Berge. Beliebter Ausflugsort ist Arosa, da der Ort bequem per Zug erreichbar ist.

Seit Mitte Oktober ist die Bahnlinie jedoch wegen eines Steinschlags oberhalb von Lüen gesperrt. Reisende müssen bis St. Peter-Molinis den Bus nehmen und dann auf den Zug umsteigen.

Weniger Touristen

Die Reise ist umständlicher, das habe sich dieses Wochenende auf die Touristenzahlen ausgewirkt, sagt der Aroser Tourismusdirektor Pascal Jenny: «Kurzentschlossene kommen vor allem mit der Bahn», gestern seien deutlich weniger Leute am Bahnhof ausgestiegen als sonst.

Bis am 21. Dezember will die Rhätische Bahn die Linie wieder in Betrieb nehmen. Das teilte das Bahnunternehmen letzte Woche mit. Um die Strecke rechtzeitig in Betrieb nehmen zu können, müsse das Wetter mitspielen, so die RhB. Laut Sprecherin Yvonne Dünser ist die Bahn zuversichtlich, das gesteckte Ziel zu erreichen.