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Graubünden Verhandlungen über Porta-Alpina-Kavernen dauern an

Der Kanton Graubünden möchte trotz des Neins zur Porta Alpina, dass der NEAT-Stollen bei Sedrun genutzt wird. Seit Monaten verhandeln Kanton, SBB, Bund und Alp Transit AG über eine Nutzungsvereinbarung. Ein Vertrag liegt auf dem Tisch, doch der Kanton zögert.

NEAT-Stollen
Legende: Der Kanton Graubünden, die SBB, der Bund und die Alp Transit AG verhandeln weiter über die Nutzung des NEAT-Stollen. Keystone

«Wir sind noch nicht ganz zufrieden», sagt Regierungsrat Mario Cavigelli zum vorliegenden Vertragsentwurf. Ein Punkt sei noch offen. Bis dieser nicht bereinigt sei, werde er nicht unterschreiben. Genauer wird Cavigelli allerdings nicht.

Im Grundsatz seien sich aber alle Partner einig, «dass der Kanton Graubünden das Recht bekommen sollte, einem Dritten die Nutzung des NEAT-Stollens zu übertragen», sagt Mario Cavigelli gegenüber der Sendung «Regionaljournal» von SRF1.

Langwierige Verhandlungen

Bei der SBB gibt man sich bedeckt. Man informiere nicht über laufende Verhandlungen, hiess es auf Anfrage. Die Gespräche laufen nun seit längerem. Regierungsrat Cavigelli hatte ursprünglich noch auf eine Unterzeichnung im vergangenen Jahr gehofft.

Tief im Berg unter Sedrun wurden schon vor Jahren vier Wartehallen ausgebrochen. Es waren Vorarbeiten für die Porta Alpina, den unterirdischen NEAT-Bahnhof bei Sedrun. Nachdem diese Vision gescheitert ist, möchte der Kanton, dass die Kavernen anderweitig genutzt werden könnten.